…es geht einfach alles weiter, als wäre nichts passiert, aber das kann man anderen Menschen natürlich nicht zum Vorwurf machen,insbesondere dann nicht, wenn sie von dem Unglück nicht unmittelbar betroffen sind. Das Leben soll ja auch weitergehen, es wäre furchtbar, wenn es plötzlich beim gestrigen Tag stehen geblieben wäre…Der heutige Tag war ein anderer, aber einer der dennoch randvoll war mit Schock, Traurigkeit und Fassungslosigkeit. Unzähligen Telefonaten, was zu tun und zu lassen ist und der Tatsache, dass die Presse wirklich ekelhaft schnell an persönliche Informationen von Opfern und auch Freunden herankommt. Wir wurden angerufen und um einen Gesprächstermin gebeten. Den haben wir aber erstmal verweigert, um die Privatsphäre der Menschen (und ihrer Familien) zu schützen, die wir verloren haben. Der Herr vom Hamburger Abendblatt wollte gar nicht locker lassen und eine solche Hartnäckigkeit in diesen Tagen ist wirklich unangenehm. Aber immerhin hat er gefragt und um ein Gespräch gebeten. Die Herrschaften von der Hamburger Morgenpost dagegen haben die Privatadresse von Katja herausgefunden, sind dort hingefahren und haben geklingelt! Das ist so geschmacklos, schließlich gibt es eine Mitbewohnerin, die trauert und geschockt ist. Es wird aber keine Rücksicht auf die Situation genommen und stattdessen Nachbarn befragt, die Katja gar nicht kannten. So enstehen dann Artikel, die unsere Lieben völlig falsch darstellen und dann auch morgen für jeden lesbar in der MoPo erscheinen werden. Jetzt haben wir beschlossen, uns doch mit dem Pressetypen zu treffen, damit alle Infos wenigsten korrekt herausgegeben werden und ein richtiges Bild von den beiden zeichnen…eines, das in ihrem Sinne gewesen wäre…
5. Juni 2009 um 7:11 am |
es ist wirklich unfassbar. die bild ist da doch sicherlich auch im pool der üblichen
verdächtigen…ich wünsche euch allen ganz ganz viel kraft!